Verantwortlich für diese Seite
Pascale Rondez

Kurt Marti lesen - mit Manfred Papst - verschoben

Zettel und Ringbuch (Foto: Pixabay)
Mo. 15.02.2021, 19.00 bis 21.00 Uhr
Kirchgemeindehaus Kreuz, Zentralstrasse 40, 8610 Uster
Vortrag und Gespräch mit Manfred Papst, Autor NZZ am Sonntag
Moderation: Pascale Rondez, Pfarrerin

Unkostenbeitrag: Fr. 10.00


Zum Vortrag mit Gespäch

Kurt Marti, der Jahrgänger und Mitschüler Friedrich Dürrenmatts am Freien Gymnasium Bern, wollte zunächst wie sein Vater Jurist werden, bevor er sich für das Studium der evangelischen Theologie entschied und in Basel von Karl Barth entscheidende Anregungen erhielt. Als Seelsorger bei Kriegsgefangenen in Paris sammelte er schon wichtige Erfahrungen, bevor er sein Studium abschloss und als Pfarrer ordiniert wurde. Er heiratete Hanni Morgenthaler aus Langenthal und wurde Vater von vier Kindern. Erst als Vierzigjähriger begann er mit dem literarischen und journalistischen Schreiben; mit seinen Mundartgedichten setzte er sogleich Massstäbe für eine ganze Generation von Dialektautoren.

Neben seinem Amt als Pfarrer an der Nydeggkirche in Bern, das er über zwanzig Jahre lang versah, schrieb Marti zahlreiche Bücher mit Gedichten, Erzählungen, Essays und experimenteller Prosa. Auch Bände mit seinen Predigten veröffentlichte er. Für die Zeitschrift «Reformatio» verfasste er von 1964 bis 2007 in unglaublicher Treue und Konsequenz seine «Notizen und Details». Sie liegen seit 2020 als Buch von fast 1500 Seiten Umfang vor und bilden ein in der Schweizer Literatur einzig dastehendes philosophisches und politisches Journal.
In Martis Schaffen sind Poesie, Theologie und Politik nicht zu trennen. Von Phantasie und Experimentierlust, aber auch Verantwortung und Sorge ist es bestimmt. Es ist weit aufgefächert und doch in sich geschlossen. Manfred Papst hat sich seit seinem Studium immer wieder mit dem Werk Kurt Martis befasst und den Autor auch persönlich gekannt. In Uster lädt er anhand von vielen Textbeispielen zu einem Spaziergang durch den Kosmos Marti ein.


Zu Manfred Papst

Geboren 1956 in Davos. Studium der Sinologie, Germanistik, Kunstwissenschaft (Lizenziat 1983) und Geschichte (Lizenziat 1988) in Zürich. 1980 bis 1988 Tätigkeit als Deutschlehrer sowie als Korrektor, Übersetzer, Lektor und Herausgeber. 1989 bis 2001 Programmleiter des Buchverlags der Neuen Zürcher Zeitung. Daneben regelmässige Beiträge zu Literatur und Musik in der NZZ. Als Gründungsmitglied der NZZ am Sonntag von 2002 bis 2017 deren Ressortleiter Kultur, seither fest angestellter Autor. Träger des Alfred-Kerr-Preises für Literaturkritik 2015.
Kontakt: Pascale Rondez

Anmeldung zum Vortrag mit Gespräch mit Manfred Papst

Bitte für jede Person eine eigene Anmeldung ausfüllen.

Dieses Formular wurde geschlossen.
Ein Eintrag ist nicht mehr möglich!