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Matthias Rüsch

Pilgern - neue Wege beschreiten

Das Pilgern ist ja über die Jahre gewaltig in Mode gekommen, ja, fast schon zur Gewohnheit geworden. Ein Pilger, eine Pilgrim, ist eine oder einer, der im eigentlichen Sinn des Wortes übers Land geht.
Einfach so. Aber auch weil da ein Hauch von Sehnsucht nach Veränderung in der Luft schwebt. Oder schlicht, weil frische Luft nötig ist, die Gedanken wieder einmal zu sortieren sind.
Pilgern ist Bewegung von Körper und Geist. Das kann nun ganz individuell ausgelebt oder aber auch auf die Kirche ausgelegt werden: Bleibt sie stehen, kommt sie zum Stehen. Bleibt sie in Bewegung, bleibt sie Bewegung. Verliert sie ihr Herz an den Zeitgeist, wird sie geistlos und segnet sie das Zeitliche. Sucht ihr Herz den Lebendigen, bleibt sie unter den Lebenden, begeistert.

Wir machen Abendspaziergänge, einmal im Monat. Wir brechen am Abend auf und laufen durch die zunehmende Dunkelheit in die Nacht hinein. Die Hoffnung wandert mit. Nennen wir es Abendpilgern. Wer mitkommt, soll gut zu Fuss sein. Auch wenn wir vorerst nur zwei Stunden unterwegs sind, so sind es doch zwei Stunden zu Fuss.

Falls Sie interessiert sind, einmal mitzukommen, können Sie gerne im untenstehenden Formular Ihre Koordinaten hinterlegen. Sie werden dann jeweils via mail die neusten Daten zugesandt bekommen. Ein unverbindliches Angebot.
IMG_20200715_172333 (Foto: Matthias Rüsch)
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Daten

17.06.2026   Abendpilgern
17.06.2026   Abendpilgern

13.06.2026   Tagespilgern
29.08.2026   Tagespilgern
10.10.2026   Tagespilgern


Zurzeit findet ca. alle sechs Wochen ein Abendpilgern statt. Wir beginnen mit einem Wegwort, schweigen die ersten 30min., wandern miteinander dem Abendziel entgegen. Unterwegs ein Impuls, ein Lied, eine Beobachtung. Die Ruhe und die Aufmerksamkeit für das Begegnende soll mitwandern. Ein gutes Gespräch, wenn erwünscht, ist willkommen, ein Schwatz bleibt besser zu Hause. Wer mitkommt, soll gut zu Fuss sein. Auch wenn wir vorerst nur zwei Stunden unterwegs sind, so sind es doch zwei Stunden zu Fuss.

Das Tagespilgern ist ein neues Projekt. Wir treffen uns jeden zweiten Monat und wandern eine Etappe auf dem neueröffneten Hugenotten- und Waldenserpfad durch die Schweiz.

aufbrechen - unterwegs sein - durchhalten - ankommen

Es muss nicht immer der Jakobsweg sein, schon gar nicht Santiago de Compostela als Ziel, am Ende der antiken Welt, um etwa ein Gelübde zu erfüllen. Es gibt viele Wege, Lebenswege.
Aufbrechen, um neue Wege zu beschreiten, ausbrechen aus einem beengenden Alltag, innehalten an einer Wegscheide, um eine Entscheidung zu treffen und sich dann aufmachen, bereit zu neuen Taten, aber auch durchhalten, wenn es in Strömen regnet, wenn der Weg unwegsam oder zur Durststrecke wird, umkehren, wenn der Weg auf Abwege führt, sich gar als Holzweg erweist; das und vieles mehr wird beim «Pilgern» zum Sinnbild des eigenen Lebens.
Eine gleichnishafte Übung also, wenn wir uns immer wieder mal die Zeit nehmen, das gute Schuhwerk zu binden, das Nötigste für unterwegs in den Rucksack zu packen und die Haustür hinter uns zu schliessen.
Matthias Rüsch, Pfr.

Interessiert am «Pilgern»? Gerne schicke ich Ihnen die nächsten Daten.

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