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Silvia Trüssel

Kulturreise Armenien - Klöster, Kirchen, Kultur

Ein Besuch in Armenien ist wie eine Pilgerreise zu einem frühchristlichen Land, in dem der Glaube als bleibendes Schicksal entdeckt wurde. Das Christentum durchdrang die Kultur tief und ist eng mit der Natur des Landes verflochten, in der uralte Einsiedeleien und Kreuzsteine in den fernen Bergen verstreut sind. Das grösste Geheimnis der Anziehungskraft Armeniens sind jedoch seine Menschen. Die Warmherzigkeit und Gastfreundschaft hinterlassen einen bleibenden Eindruck und machen die Reise unvergesslich.
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Rückblick Kulturreise Armenien vom 3. bis 13. Oktober 2019

Armenien? Was würde uns erwarten in diesem Land an der Grenze zwischen Europa und Asien?

Mit diesen Fragezeichen reiste eine Gruppe von 23 Gemeindemitgliedern unter der Leitung von Pfarrerin Silvia Trüssel und Adrian Künsch vom Cevi Zürich durch das Land am Kaukasus.

Wir fuhren durch gebirgige Landschaften, weite Hochebenen, tief eingeschnittene Täler mit farbigen Felsen und Wasserfällen, Passstrassen, auf denen reger Verkehr mit iranischen Lastwagen herrschte: ein Stück der früheren Seidenstrasse; am Strassenrand eine ehemalige Karawanserei.

Wir übernachteten auf 1900 Meter über Meer am riesigen Sevan-See und bestaunten von Ferne den mächtigen Berg Ararat im Abendlicht, der heute jenseits der türkischen Grenze liegt.

Zu den besonderen Sehenswürdigkeiten in Armenien gehören die vielen Klöster. Sie stehen in tiefen Schluchten, in waldigen Tälern, sind in Felsen gehauen und haben trotz Erdbeben und fremden Eroberern die Jahrhunderte überdauert. Sie waren immer Zentren der Gelehrsamkeit und Spiritualität. So war es denn auch ein Mönch, der im 5. Jahrhundert eine eigene armenische Schrift erfand, die bis heute im Gebrauch ist. Auch wenn keine Mönche mehr in den Klöstern leben, sind sie eigentliche Wallfahrtsorte, wo Kinder von den Priestern getauft und Hochzeiten gefeiert werden.

Besonders eindrückliche Begegnungen hatten wir in Spitak. Diese Kleinstadt im Norden wurde 1988 von einem verheerenden Erdbeben fast vollständig zerstört. Seit 2001 besteht eine Partnerschaft zwischen dem Cevi Zürich und dem YMCA Spitak. So ist das Gemeinschaftszentrum «Haus für die Zukunft» entstanden, das Kindern und Jugendlichen neue Perspektiven bietet. Es gibt verschiedene Bildungsangebote: Kindergarten, Puppentheater, Englisch- und Computerkurse, ein Nähatelier und eine grosse Gymnastikhalle. Zudem werden Austausch-Programme zwischen der Schweiz und Armenien durchgeführt. Auch ein Programm zur Förderung von nachhaltiger Landwirtschaft ist im Aufbau.

Vor der Heimreise besuchten wir in Yerevan die Gedenkstätte für die Opfer des Genozids von den Jahren um 1915 und das dazugehörige Museum. Dieses traurige Kapitel der armenischen Geschichte ist immer noch gegenwärtig im Bewusstsein der Menschen, auch wenn seit der «samtenen Revolution» vom letzten Jahr etwas von einer Aufbruchsstimmung zu spüren ist.

Verena Demuth

Abschlussgottesdienst

Am 20. Oktober 2019 feierten wir den Gemeindegottesdienst unter den Eindrücken der Reise und stellten Armenien, den Mönch Gregor von Narek und das Thema der Vergebung in den Mittelpunkt. Sie finden untenstehend die Predigt dazu.

Ausblick

Im Frühjahr 2021 wird uns eine nächste Kulturreise nach Israel führen. Erste Informationen folgen bis spätestens Ende Jahr.

KIGU_truessel —  Silvia Trüssel, Porträt in Kirche
Pfarrerin
Silvia Trüssel
Unterbühlenstrasse 17b
8610 Uster

044 940 13 32

Dokumente

Kulturresie Armenien 2019
22.10.2019
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