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Beatrice Spörri

Jakob Zollinger, vom Flarzbueb zum Ehrendoktor

JZ in seinem Büro mit Büchern 2008<div class='url' style='display:none;'>/</div><div class='dom' style='display:none;'>refuster.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>13</div><div class='bid' style='display:none;'>2654</div><div class='usr' style='display:none;'>14</div>
Referat und Bildvortrag
Donnerstag, 22. Oktober 2020, 14.00 Uhr, Kirchgemeindehaus Kreuz
Der Autor Heinz Girschweiler liest aus seinem Buch und zeigt Bilder aus dem Leben von Jakob Zollinger. Er erzählt, wie er dazu kam dieses Buch zu schreiben. Lebendig und differenziert schildert der Autor die Biografie eines Unermüdlichen und dokumentiert damit ein Stück Schweizer Lokal- und Mentalitätsgeschichte.

Als sogenannter Flarzbueb in kleinbäuerlichen Verhältnissen in Herschmettlen in der Gemeinde Gossau (ZH) aufgewachsen, zeigt Zollinger schon früh Talent: Er malt, schreibt, forscht und führt fast ein Leben lang Tagebuch. Seine Familie lebte übrigens vor seiner Geburt kurz in Nänikon und geboren ist er in Riedikon.
Jakob Zollinger lebte nach der Devise «Grabe, wo du stehst». Neben seiner Tätigkeit als Lehrer erforschte er akribisch seine nähere Umgebung, publizierte Bücher zu den Zürcher Flarz- und Riegelhäusern, schrieb für regionale Zeitungen, erstellte ein Kulturgüterinventar, arbeitete jahrzehntelang an der Herschmettler Chronik, engagierte sich in Vereinen und im Zürcher Heimatschutz. Nach aussen aktiv und ausgeglichen, plagten Zollinger aber auch immer wieder Selbstzweifel. Im Jahre 2003 verlieh die Universität Zürich Jakob Zollinger (1931–2010) den Ehrendoktortitel. Sie zeichnete damit einen unermüdlichen Naturschützer und Pionier der Bauernhausforschung aus.