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Tanja Möller

Gott beim Wort nehmen

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Eine Bibelausstellung
in der reformierten Kirche Uster
vom 2. bis 6. November 2018, 14.00 bis 17.00 Uhr.

In Uster ausgegrabene Bibeln kommen ans Tageslicht und erzählen ihre Geschichte. Verstaubt und vergessen? Oder geliebtes, lebendiges Wort?
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Vorbereitungsteam
Marianne Wuhrmann, Ursula Kägi, Martel Zahn, Max Bosshart, Matthias Rüsch


"Gott beim Wort nehmen"
In der Reformationszeit wurde die Bibel 'wiederentdeckt'. Mit grossem Enthusiasmus machten sich gelehrte Humanisten daran, die Heilige Schrift in den Ursprachen Hebräisch und Griechisch zu lesen. Ihre Entdeckungen liessen aufhorchen. Traditionen kamen ins Wanken.

Die Zürcher Reformation begann 1519 schlicht mit einer Predigtreihe Zwinglis zum Matthäusevangelium. Von Kapitel 1 bis Matthäi am letzten. Der Umgang mit der Bibel veränderte sich somit grundlegend: Es zählt das biblische Wort. Mit der Übersetzung in die Volkssprache nimmt die Bevölkerung am Text teil. Es folgte sozusagen eine Popularisierung der Auslegung. Und mit der Auslegung begann in Zürich die 'Reformation' auf Grund der Heiligen Schrift. Was sich an religiöser Tradition mit der Schrift nicht begründen liess, kam ins Wanken. Die Kirche und die Gesellschaft begann sich radikal zu ändern.

Die Ausstellung will auf den tiefgreifenden Wandel hinweisen, der bei uns vor 500 Jahren begann, und fragt, wie die Bibel heute noch unser Leben befruchtet. Was sind die Erfahrungen mit der Heiligen Schrift, heute, hier in Uster? Was ist Ihre Geschichte? Und was werden wohl die kommenden Generationen erzählen?


Begleitprogramm zur Bibelausstellung

2. November 2018
14.00 Uhr: Eröffnung der Ausstellung: Vernissage
Eine schlichte Vernissage mit ein paar Worten zur Ausstellung eröffnet die Bibelausstellung in der Kirche Uster zum 500-Jahre-Jubiläum der Zürcher Reformation.
19.00 Uhr: Vortrag 'Die Zürcher Reformation: Die Bibel macht Politik', Pfr. M. Rüsch
Was wir heute als Reformation betrachten, ist ein Zeitenumbruch zwischen 1500 und 1650. Es gab verschiedene kirchliche Reformbemühungen und Reformationen in ganz Europa. Berühmt ist die Lutherische Reformation in Deutschland, der sich vor allem die skandinavischen Staaten anschlossen. England wählte den Anglikanischen Weg. Die Reformierte Richtung der Reformation hat ihren Ursprung in der Schweiz. Von Genf aus strahlte sie in die ganze Welt, wurde aber in vielen, vor allem den romanischen Ländern stark zurückgedrängt. Das Genfer Modell hat seinen Ausgangspunkt in Zürich, das in wenigen Jahren ab 1520 sein Kirchenwesen grundlegend verändert hatte. Der Vortragsabend ist der Zürcher Reformation gewidmet. Das grosse reformatorische Projekt einer gemeinsam verantworteten Bibelübersetzung – die Zürcher Bibel – steht dabei im Zentrum.

3. November 2018
16.00 Uhr: offenes Mikrofon - Menschen aus Uster teilen ihre Lieblingstexte und persönlichen Erlebnisse mit der Bibel
Ein Versuch ist es wert: Ein offenes Mikrofon lädt ein zu kurzen Lesungen von Lieblingstexten aus der Bibel, Statements zu bestimmten Texten, Erlebnisberichten und Erfahrungen mit dem Gottes Wort. Was sagt uns persönlich die Bibel? Was bedeuten uns einzelne biblische Texte?

4. November 2018
10.00 Uhr: Gottesdienst zum Reformationsfest. Predigt ‘Gottes Wort tut, was es sagt’, Pfr. M. Rüsch
Die Predigt spürt dem Tatwort Gottes nach, das sozusagen nur temporär zwischen zwei Buchdeckeln gebunden bleiben darf. Das ist ja wohl das grösste Wunder biblischen Glaubens, dass ‘toter Buchstabe’ zum lebendigen Wort werden kann.

5. November 2018
16.00 Uhr: Lesung ‘Das Mahl des Herrn’ von Peter Stamm, Pfrn. M. Wuhrmann
Sperrig sind die Geschichten, in denen die Bibel erzählt, wie Gott die Menschen ermutigt, ihn beim Wort zu nehmen. Voller Widersprüche, Brüche und Missverständnis ziehen sie sich über Generationen hin. Sperrige Erfahrungen macht auch in einer Erzählung von Peter Stamm Pfarrer Reinhold in seiner neuen Stelle am Bodensee. Wenn ein störrischerer Pfarrer auf eine störrische Gemeinde trifft, ist am Ende die Kirche leer und leer erscheint Gottes Wort. Oder doch nicht? Immerhin bleibt der Himmel über der Kirche offen und das Abendmahlbrotangebot des Pfarrers findet Abnehmer der besonderen Art.

6. November 2018
19.00 Uhr: Bildvortrag ‘Das Bild in der Bibel', Pfr. E. Kolb
Christen nennen die Bibel Gottes „Wort“. Wer Ohren hat, der höre! Aber viele von uns sind Augenmenschen. Für solche sind Bilder zumindest eine Augenweide, oft aber auch eine Verstehenshilfe.
Viele kleinere und grosse Künstler haben die Bibel mit Bildern geschmückt. Wir betrachten miteinander Bibelillustrationen aus vielen Jahrhunderten, von den prachtvollen Illuminationen in wertvollen mittelalterlichen Handschriften über die Holzschnitte und Radierungen der dicken gedruckten Bibeln der vergangenen Jahrhunderte bis zu Werken moderner Künstler.


Ausstellungsort
Reformierte Kirche Uster. Jeweils von 14 – 17.00 Uhr

Gott beim Wort nehmen - eine Bibelausstellung

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