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LOCATION:Kirchgemeindehaus Kreuz\, Zentralstrasse 40\, 8610 Uster
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DESCRIPTION:«Gottfried Keller und Friedrich Salomon Vögelin: liberale
  Religiosität im 19. Jahrhundert»\nVortrags- und Gesprächsabend im
  Rahmen einer historisch-frömmigkeitsgeschichtlichen Trilogie. \n\n2024
  ist für die Reformierte Kirche resp. für die Stadt Uster ein
  Jubiläumsjahr: der Neubau der heutigen Hallenkirche jährt sich zum 200.
  Mal. Die Kirche am Burghügel gilt als Wahrzeichen von Uster\, ist nach
  wie vor der grösste Saal in Uster und hat Schweiz weit einen gewissen
  Bekanntheitsgrad durch den Ustertag.\n\nWas war das religiöse Umfeld in
  Uster\, in das der Neubau der Kirche konzipiert wurde?\n\nIn Uster –
  damals immer auch in Verbindung zur Kirche – war im 19. Jahrhundert
  eine bedeutende Bevölkerungsgruppe fortschrittlich gestimmt. Natürlich
  war auch das konservative Element vorhanden\, gerade unter der
  Landbevölkerung. Im Ustertag manifestiert sich jedoch eine freiheitliche
  Aufbruchstimmung. Das liberale Gedankengut war verbreitet. Fabrikanten
  nahmen in diesem neuen Klima auch die unternehmerische Freiheit wahr. \n
 \nDie radikal-liberale Theologie des Ustermer Pfarrers Friedrich Salomon
  Vögelin passt in diese Zeit. Vögelin war klar einem modernen
  Dieseitsglauben verpflichtet und nicht dem veralteten Jenseitsglauben.
  Auch wollte er aufrichtig sein\, reinen Wein einschenken\, das predigen\,
  was er verantworten konnte. Das löste nun jedoch nicht nur Freude aus\,
  sondern führte mit grossem Eklat sogar zur Abtrennung einer
  konservativen Minoritätsgemeinde.  \nNicht dass der Staatsschreiber und
  Schriftsteller Gottfried Keller auch in dieser radikal-liberalen
  Religiosität resp. Weltanschauung beheimatet gewesen wäre. Doch auch in
  Kellers Werk\, im "Der Grüne Heinrich" etwa\, zeigt sich die
  Auseinandersetzung mit der herkömmlichen Religion.  Im "Das verlorene
  Lachen" erscheint die überkommene Kirchlichkeit wohl als vergangen\,
  doch auch der neue\, sich in die Ästhetik flüchtende Ansatz des
  modernen Pfarrers überzeugt wenig. \n\nSowie Keller als auch der etwas
  jüngere Vögelin sind in Zürich aufgewachsen und gewähren\, jeder auf
  seine Art\, einen Einblick in die religiöse Weltanschauung des 19.
  Jahrhunderts. Diese ist geprägt von den grossen politischen
  Erschütterungen der Zeit und einer starken Wende zur Diesseitigkeit.
  Politisch dürften sich Keller und Vögelin mindestens eine Zeit lang
  nahegestanden haben.\n\nEin literarisch-theologischer Abend zum Werk
  Gottfried Kellers einerseits und den Schriften des umstrittenen Ustermer
  Pfarrers Friedrich Salomon Vögelin anderseits.\n\nChristoph Meister\,
  Dr. phil\, Villa Grunholzer\, Uster\nMatthias Rüsch\, Pfr. Dr. theol.\,
  Uster\n\nhttps://www.refuster.ch/veranstaltung/23855\n\n\nBildnachweis
 \nOffene Erklärung. Archiv Kirchgemeinde Uster\n\nKontakt: Pfr. Matthias
  Rüsch\n\nWeitere Infos: https://www.refuster.ch/veranstaltung/23856
SUMMARY:Trilogie : «Gottfried Keller und Friedrich Salomon Vögelin:
  liberale Religiosität im 19. Jahrhundert»
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